Vortrag: "Die Wahrheit im Visier" In Memoriam Anna Politkowskaja
09.01.2007
Die
Journalistin Giuliana Sgrena geriet am 4. Februar
2005 im Irak in die Hände von Entführern, die den Abzug italienischer
Truppen aus dem Irak forderten. Am 4. März 2005 wurde sie freigelassen.
Auf dem Weg zum Flughafen kam ihr Begleiter Nicola Calipari durch die
Schüsse von US-Soldaten ums Leben. Sgrena, die selbst schwere
Verletzungen erlitt, steht stellvertretend für viele JournalistInnen,
die trotz lebensbedrohlicher Umstände die Wahrheit im Visier behalten.
Allein im Jahr 2006 wurden weltweit 61 JournalistInnen getötet und 131
verletzt. Der Mord an Anna Politkowskaja stellt einen tragischen
Höhepunkt in der zunehmenden Bedrohung der Meinungs- und Pressefreiheit
in Kriegs- und Krisenregionen dar.
mit:
Giuliana Sgrena, Journalistin, Autorin, Rom
Dr. Rubina Möhring, Journalistin, Präsidentin von
Reporter ohne Grenzen, Wien
Moderation:
Elfi Geiblinger ORF Salzburg
Dienstag,
16. Jänner 2007, 19.30 Uhr
Ort: ORF-Publikumsstudio, Nonntaler
Hauptstr. 49d
Eintritt frei!
Giuliana Sgrena
begann ihre journalistische Arbeit für die Wochenzeitung „Pace e
Guerra“, seit 1988 arbeitet sie für „il manifesto“ und „Die Zeit“. In
ihren Artikeln berichtete sie vor Ort über den algerischen und den
somalischen Bürgerkrieg, den Golfkrieg von 1991 und die Herrschaft der
Taliban in Afghanistan. 2005 wurde sie im Irak von Aufständischen
entführt und nach mehrwöchiger Gefangenschaft wieder
freigelassen.
Rubina Möhring
lebt seit 1970 in Wien und ist Mutter zweier Kinder. Sie studierte
Geschichte, Germanistik und Soziologie, ist seit 1986 im ORF tätig und
seit 2004 bei ORF/3sat verantwortlich für Kultur und Wissenschaft.
Rubina Möhring ist Lektorin für Publizistik und Patin des Lehrganges
„Qualitätsjournalismus“. Sie ist Vizepräsidentin der internationalen
Menschenrechtsorganisation Reporters sans Frontières und Präsidentin
der Österreichischen Sektion Reporter ohne Grenzen sowie Initiatorin
des Press Freedom Award.
„Konflikt aktuell“ ist eine
Veranstaltungsreihe von:
Friedensbüro Salzburg, Kath. Bildungswerk Salzburg, Renner-Institut
Salzburg
unterstützt von:
Elfi-Gmachl-Stiftung Atomfreie Zukunft und Österreichische
Gesellschaft für Politische Bildung
in Zusammenarbeit
mit:
ORF Salzburg
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