Motto der Atombetreiber nach Fukushima: „Frechheit siegt!“
15.04.2012
Presseaussendung, am 15.4.2012
Nukleartechnik fördern wie Solar- und Windanlagen?
– Motto der Atombetreiber nach Fukushima: „Frechheit siegt!“
Wie Radioaktivität: Atomare Unverfrorenheit grenzenlos
EU-Staaten fordern Subventionen für Atomkraft – Gibt Österreich wieder klein bei?
Je mehr die Atombetreiber durch Ereignisse und Fakten Lügen gestraft werden, umso unverschämter werden ihre Forderungen an die Gesellschaft.
Unverschämtheit Nummer 1:
Ein Jahr nach Fukushima verlangen Frankreich, Großbritannien, Tschechien und Polen, in der EU die Atomstromproduktion ebenso staatlich zu fördern wie die erneuerbaren Energien. Geradeso als könnten auch die Erneuerbaren katastrophale Unfälle und Abfälle mit unwägbaren Folgen verursachen. Und als würde Atomstrom nicht über die ganze Brennstoffkette, beginnend beim Uranabbau, gravierendste Umweltprobleme und massiven CO2-Ausstoß verursachen.
Unverschämtheit Nummer 2:
Die Atomenergie wurde im Verhältnis zu ihrem Energie-Output in ihrer Entwicklung staatlich subventioniert wie keine andere Energiequelle. Kein anderer Wirtschaftszweig wurde und wird durch internationale Verträge und Organisationen so abgesichert wie die Atomindustrie durch die Atomenergieagentur der UNO und durch EURATOM. Und wenn sie nach 60 Jahren noch immer nicht wettbewerbsfähig ist, dann fordern die Atomstaaten, sie statt wie bisher halbwegs versteckt nun ganz offen zu subventionieren.
Man darf gespannt sein, ob sich die österreichische Regierung auch diesmal ihren „Widerstand“ für ein Linsengericht – ein Mini-Zugeständnis für erneuerbare Energien etwa – abkaufen läßt. Oder ob sie endlich einmal ein entschiedenes und unverrückbares Nein einlegt. PLAGE-Sprecher Heinz Stockinger dazu: „Sollten Österreichs Regierungsparteien sich auch in dieser fundamentalen Richtungsentscheidung der EU-Atomlobby beugen, kann die Konsequenz – mehr noch als bisher – nur sein: Raus aus EURATOM, Kündigung des EURATOM-Vertrages!“
Mag. Heinz STOCKINGER, Obm./Spr.
