20. PLAGE-Geburtstag: Festvortrag von Prof. Sternglass
01.07.2006

Der mitreißender Vortrag mit spannender anschließender Diskussion in den gut gefüllten Räumlichkeiten der Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen gaben dem 20. PLAGE-Geburtstag einen wirklich würdigen Rahmen!
Der pointierte Beweiszug von E. Sternglass, dass Krebsfälle in den USA lange nicht mehr auf "(Chinesiche) Atomtests" zurückzuführen sind, wie das von offizieller Seite gerne behauptet wird - sondern vielmehr aus "hauseigener Produktion" durch Atomkraftwerken stammen, muss jeden Atomkraftwerksbefürworter gehörig ins Argumentationsnotstand bringen. Zumal die gleichen Fakten auch aus offiziellen Daten von Japan herauslesbar sind.

Ernest J. Sternglass ist emeritierter Professor für Strahlenkunde an der Universität Pittsburgh (USA). 1960 bis 1967 Leiter des Apollo-Programms der Westinghouse Research Laboratories. Pionier auf dem Gebiet der „Niedrigstrahlung, die nicht akut sichtbar schädigt, sondern schleichend – und meist große Menschengruppen. Er berät US-Präsident J.F. Kennedy zu den Auswirkungen des radioaktiven Niederschlags der Atomwaffentests. Trägt so zur Unterzeichnung des Vertrags über den Stopp der oberirdischen Atomtests (1963) bei. Und zum Rückgang der Atomtest-Strahlung und entsprechender Erkrankungen. Der neuerliche Anstieg ab den 1970ern bringt Prof. Sternglass auf die damals zunehmenden Atomreaktoren. Seine Untersuchungen hunderttausender Milchzähne belegen einen deutlichen Anstieg von Strontium-90 in Richtung der Abluftfahnen von AKWs. Strontium-90 ist einer gesundheitsschädlichsten radioaktiven Stoffe.
