Atommüll-Deponie Deutschland
Der dreissigjährige deutsche „Atomausstieg“ ist nur machbar, wenn die atemberaubende Menge Atommüll irgendwo aufbewahrt werden kann. Als Mülleimer sollen CASTOR-Behälter dienen. Und weil fahrende CASTORen in Deutschland nicht eben beliebt sind, sollen diese Mülltonnen, die niemand entleert, direkt neben den AKWs aufgestellt werden. Allein in Süddeutschland sind sechs dieser so genannten „Zwischenlager“ an bestehenden Atom-Standorten geplant. Jedes mit dem x-fachen Gefahrenpotential einer gewöhnlichen AKW-Ladung. Meist oberirdisch, in Lagerhallen.
50.000 österreichische Einwendungen gegen diese brandgefährlichen Zeitbomben werden ab 9. April in München erörtert.
Außerdem in dieser Ausgabe:
Mydlovary. Die Uranschlammdeponien nahe der Ortschaft Mydlovary in Südböhmen – eine katastrophale Hinterlassenschaft der Atomwirtschaft. Ein PLAGE-Team unter Leitung von Thomas Neff durfte Messungen auf der Deponie K1 durchführen. Anwalt Ed Fagan begleitete uns.
Atommüll-Lager. Eine Gruppe junger Salzburger AtomgegnerInnen sorgte u.a. mit einem Riesentransparent am Markartsteg für Aufmerksamkeit, nicht zuletzt für das brisante Thema deutsche Atommüll-Zwischenlager.
Grenzaktionen. Gleich zwei mal war der Grenzübergang nach Freilassing Schauplatz für Anti-Atom-Veranstaltungen der Salzburger PLAGE.
