Angelika Müllner-Pillwein
Nachfruf auf Angelika Müllner-Pillwein
Am 24. Dezember 2006 ist Angelika nach mehrjährigem Krebsleiden gestorben.
Ihre starke und fröhliche Persönlichkeit verwunderte und tröstete uns bis zum Schluss. Es fällt uns noch immer schwer daran zu denken, dass sie nicht mehr unter uns ist. Sie war eine von den „Müttern für eine atomfreie Zukunft“ der ersten Stunde. Untrennbar mit ihrem Namen verbunden sind die vielen Mahnwachen am Alten Markt in den ersten 10 Jahren nach Tschernobyl und die Initiative „Solarkocher für Indien“ in den folgenden Jahren. Neben den regelmäßigen Solarkocheraktionen – zusammen mit ihren Schülerinnen – hat auch ihre Idee, in der Weihnachtszeit Solarkocherkarten als Weihnachtsbillets anzubieten, wesentlich zum Erfolg des Projektes beigetragen. Als Biologielehrerin am Christian-Doppler-Gymnasium hat sie hauptverantwortlich (und als einzige Lehrkraft in Salzburg) das PLAGE-Energiespar-Projekt „fifty-fifty“ durchgeführt und exemplarisch gezeigt, was möglich ist, wenn eine/r „mehr tut als man tut“.
Angelika, die begeisterte Chorsängerin, war keine laute, dafür aber eine umso effektivere, konsequente und zielstrebige Anti-Atom-Kämpferin. „Wenn ich nicht mehr bin, werden meine Bäume noch stehen“, ist in ihrer Parte zu
Im Porträt (aus der PN 2/02)
Eigentlich hätte es schon 1998 ein Porträt über unsere energie-bewusste Biologielehrerin geben müssen. Denn damals hat sie als einzig "Übriggebliebene" von anfangs 10 interessierten Schulverantwortlichen das von der PLAGE initiierte "Fifty-fifty-Energiesparprojekt" am Christian-Doppler-Gymnasium verantwortlich durchgeführt. Es wurden in der Folge ca. 60.000,- Schilling Energiekosten eingespart. Die Schule hatte allerdings nichts davon, im gegenteil! Im folgenden Jahr erhielt sie eben dementsprechend weniger Geld! (Pikanterweise wurde inzwischen das "50:50-Modell" vom Land aufgegriffen. Und wird hoffentlich mit mehr Engagement von der öffentlichen Hand begleitet und betrieben.In den vergangenen Jahren hat Angelika Müllner-Pillwein zusammen mit Peter Machart sehr erfolgreich das Solarkocher-Projekt von PLAGE-InterSol betrieben. (vergl. PLAGE-Aktiv: Solarkocheraktion)
Die solcherart energiebewusste- und energie-geladene Biologielehrerin - verheiratet mit Manfred Müllner, und Mutter zweier Söhne - ist also ein ganz wertvoller PLAGE-Geist; ein Mensch von der eher seltenen Sorte, die nicht viele Worte macht, aber Taten setzt. Ihre innere Flamme spürt man auch in der Chorsängerin...
Nicht zu verschweigen ist, dass ihre Anti-Atom-Wiege bei den "Müttern für eine atomfreie Zukunft" stand.
