Willibald Muschka

Unser Wilibald Muschka ist am 11. September 2001 verstorben.

Im Porträt (aus der PN 3/98)

Heute betagt und weißhaarig, war er ein Mann der allerersten Stunde in der Antiatom-Bewegung Österreichs. Gerade als Techniker erkannte er früh das enorme Risiko der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie.

Daraus resultierte eine echte Berufung, sofort aktiv zu werden. Er und seine Frau Margund waren dabei - soweit man das von außen beurteilen kann - ein Herz und eine Seele wie selten zwei. Als Mitglieder des Weltbundes zum Schutze des Lebens (WSL) verwendete das Ehepaar Muschka fast seine gesamte Freizeit, um sein gründliches Wissen über die Gefahren der Atomnutzung weiterzutragen! Unaufdringlich, aber zielstrebig und konstant. Trotz dem Schmerz nach dem Tod seiner Frau vor einigen Jahren ist Willibald Muschka dem Anliegen treu geblieben - wie die Treue überhaupt einer seiner Hauptwesenszüge ist.

Auch Mut, ohne Aufhebens zu machen. Die Teilnahme an Demonstrationen gegen Atomanlagen war für ihn eine Selbstverständlichkeit. Von Zwentendorf bis Wackersdorf. Dabei scheute er keine Mühe und keine Kosten. Sich für irgendeine Arbeit zu schade zu sein, das kannte er nicht. Wohl auch deshalb fand er im Kontakt mit Politikern wie mit Leuten auf der Straße immer den richtigen Ton bei diesem heißen Thema. In der Katastrophenzeit nach Tschernobyl 1986 war er viel mit seinem Strahlenmeßgerät untersuchend unterwegs.

Wir anderen PLAGE-Geister freuen uns immer, wenn dieser Wegbereiter der heutigen Sensibilisierung weiter Bevölkerungskreise zu unseren Treffen kommen kann. Wir freuen uns auch, wie aufrecht er sich hält, und über seine immer noch wachen Augen. Das wird vor allem seiner inneren Disziplin und seiner gesunden Lebensweise zu danken sein.


Aber: Manchmal sollte er sich halt auch ein bißchen verwöhnen, umsorgen lassen - wie wär’s?...

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