AKZEPTANZ
Was nix kostet ist nix wert!

FINANZIERUNG

Zur Verbreitung der beiden großen Solarkochertypen – dem Schefflerspiegel und der Solar(dampf)küche – braucht es in der Regel nur geringen Zusatzfinanzierung, da diese meist von großen Organisationen und Institutionen gekauft werden, die zuvor ohnehin (teures) Brennmaterial kaufen mussten und sich die Errichtungskosten daher meist rasch amortisieren (vergl. Kochertypen).

Kocherpreis durch CDM reduzieren
Bleibt der Parabolspiegelkocher. Dieser Kocher kostet etwa 120 Euro. Für „westliche“ Verhältnisse ein durchaus gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings entspricht dieser Betrag fast dem Jahreseinkommen eines „durchschnittlichen“ Inders aus ländlichem Gebiet. Die Möglichkeit den Kocher der Hauptzielgruppe um diesen Preis zu verkaufen besteht also nicht. Bleibt den Kocher zu verschenken (wovon in Hinblick auf den weisen Satz und „Was nix kostet – ist nix wert“ aber dringend abgeraten werden muss). Oder den Kocher teilzufinanzieren. Diese Teilfinanzierung kann von der Lieferantenseite durch Nutzung von CDM oder durch Spenden erfolgen. Der Nachteil von Spendenaktionen zur Finanzierung ist, dass diese nur punktuell sind – die Aufnahme von Solarkocherfinanzierung im Sinne der Agenda 21 und CDM in ein Gemeinde-Budget hingegen bietet größere Kontinuität (was bei einem Bedarf von etwa 200 Millionen Parabolspiegel-Solarkochern für 2 Milliarden Menschen, die auf Brennholz angewiesen sind, durchaus Sinn macht).

Teilfinazierung durch Kleinstkredite
Die Teilfinanzierung auf Seite der EmpfängerInnen kann dabei in Form von Kleinstkrediten erfolgen (Abb. 1). Darunter versteht man eine zinsfreie Ratenzahlung, die damit im Gegensatz zum gängigen Kreditsystem, nicht zur Schuldenfalle führen soll. Je nachdem, ob der Kocher auch zur Gewinnung von Einkommen genutzt wird oder nicht, und wie das Einkommensniveau im Land aussieht, kann der Anteil des „Selbstbehaltes“ am Kocher höher oder geringer sein (Abb. 2).

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Abb. 1: Teilfinanzierung von Solarkochern mittels Kleinstkrediten


Abb. 2: Verkauf von solaren Snacks zur Erhöhung des Familieneinkommens

 

 

 

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