DER
PARABOLSPIEGELKOCHER (Seifert-Kocher)
Das Problem
der zu geringen Temperaturen bei Kochkisten
wurde mit dem Parabolspiegelkocher gelöst. Eines der erfolgreichsten
(und nach wie vor weiterentwickelten) Modelle stammt vom deutschen
Ingenieur Dr. Dieter Seifert.
Mit 200°C im Brennpunkt kochen Beim Parabolspiegelkocher
werden die Sonnenstrahlen von gut reflektierenden Aluminium-Blechen
zurückgeworfen und im Brennpunkt des eineinhalb Meter großen
Hohlspiegels gebündelt (vgl. Abb. 1). Damit werden Temperaturen
von über 200° C erreicht – genug Hitze um beispielsweise
frittieren aber auch backen zu können.
Funktioniert wie ein "gewöhnlicher" Herd Trotzdem ist
der Parabolspiegelkocher nicht gefährlicher als jeder herkömmliche
Herd. Der Kocher wurde so konstruiert, dass sich der herdplattengroße
Brennpunkt innerhalb des Kochers befindet. Zudem bleiben die Aluminiumbleche
des Spiegels kalt (sie reflektieren die Sonnenstrahlen ja lediglich).
Nachteil: Kochen in der Sonne Ein Nachteil
des Parabolspiegelkochers ist, dass die Köchin in der Sonne
ihre Speisen zubereiten muss. Je nach Gericht und Zubereitungsart
der Speise variiert die Aufenthaltsdauer im Freien.
Kocherleistung auf Familinegröße abgestimmt Die Leistung
des Parabolspiegels wurde auf die durchschnittliche Familiengröße
in Ländern des Südens abgestimmt. In dem schwarzen 12
Liter Topf kann für rund 10 Personen gekocht werden. Um Koch-
und Esszeit zu entkoppeln bzw. um mehrere Gerichte zubereiten zu
können, wird die Nutzung eines „Warmhaltekorbes“
empfohlen (Abb. 2). Dabei handelt es sich um einen Korb / eine Kiste
mit Dämmmaterial (z.B. einer Decke), in der ein Kochtopf mit
Essen stundenlang warm gehalten werden kann (vgl. Abb. 3). Auch
das Fertiggaren von z.B. Reis - und somit die Verkürzung der
Gesamtkochzeit bei der Zubereitung mehrer Gerichte - ist auf diese
Weise möglich.
Hier kannst
du noch weitere Kochertypen kennenlernen:
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Abb. 1: der Parabolspiegelkocher

Abb. 2: Warmhaltekorb
für Speisen

Abb. 3: Temperaturabnahme
von Wasser
im Warmhaltekorb
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